Am nächsten morgen
(13. Mai) um 10:00 fahren wir erst zum Tanken und um 10:45 bei dunklen
Wolken und einsetzenden Regen setzen wir Kurs nach Brindisi über Isole
Tremiti und Vieste. Das Wetter verschlechtert sich zusehends und um uns
herum sind Gewitter und Blitze zusehen. Um 18:30 sind wir in der Nähe
von Isole Tremiti und die Wellen scheinen nicht mehr so hoch zu sein,
wir entscheiden die Fahrt nach Brindisi fortzusetzen. Nach dem Passieren
der Insel bekommen wir die 1,5 bis 2 meter hohe Wellen direkt vom Bug
und der Wind frischt auf bis zu 20 Knoten.
Wir entscheiden zu drehen und Suchen auf der Nord-West Seite der Inseln
einen geeigneten Ankerplatz. Zuerst fahren wir zur Isola Caprara und
versuchen unser Glück in der Bucht „Cala dei Turchi“, die im Mittelalter
von der Türkischen Marine als Basis benutzt wurde, als sie die Kloster
auf der Nachbarinsel San Nicola belagert haben. Ceyhun möchte sein rotes
T-Shirt mit der Türkischen Flagge anziehen und ans Land gehen, aber die
Bucht ist sehr Windig und wir drehen zurück und versuchen unser Glück
hinter der Insel Il Cretaccio. Hier ist es ruhiger und es gibt eine
Boje, die sehr stabil aussieht. Erstmals werfen wir den Anker bei etwa 4
m. Tiefe und lassen ihn 30-40 meter laufen, vom Heck machen wir das Boot
an der Boje fest. Inzwischen ist es 18:30. Obwohl die Bucht relativ
Wind und Wellen geschützt ist, halten wir die Nacht Ankerwache.
Am nächsten morgen (14. Mai) fangen wir um 5:00 mit Vorbereitungen zum
Ablegen an. Um 5:45 bei Regen starten wir Richtung Brindisi. Im Laufe
des Tages wird das Wetter wieder besser, der Regen hört auf und ab und
zu ist auch die Sonne zu sehen. Nachmittag ist ein leichter Wind da und
es sind kaum noch Wellen.
Wir kommen in der Nacht um etwa 02:00 an der äußeren Wellenbrecher von
Brindisi an und fahren langsam in die Bucht und durch den Kanal in den
geschützten Hafen ein und steuern den Yachthafen „Lega Navale die
Brindisi“ an. Glücklicherweise ist noch jemand wach und und um 02:45
liegen wir an.
Am nächsten Morgen müssen wir die erste Motorinspektion durchführen
lassen. Volvo Vertretung in Brindisi ist sehr gut organisiert, weiß
genau welche Daten er braucht und ruft schon kurze Zeit später an, um
Bescheid zu geben, dass etwa 10:00 h jemand in die Marina kommt.
Tatsächlich ist um 10:00h der Antonio mit allen notwendigen Teilen und
Motoröl da und erledigt Öl und Filterwechsel und die Säuberung des
Kühlwasserfilters innerhalb von einer halben Stunde.
Stadtmitte/Altstadt von Brindisi ist auf der anderen Seite von der
Bucht. Wir fahren zur Tankstelle auf der anderen Seite, die auch ein guter
Ausgangspunkt ist für die Stadtbesichtigung.
Es ist jetzt
Mittagszeit und wir erfahren, dass die Tankstelle erst gegen 16:00h
öffnet. Wir binden das Boot an der Tankstelle. Bener bleibt im Boot, der
Rest der Crew geht in die Stadt. Zur Mittagszeit sind alle Läden zu und
das ist ein guter Anlass die Zeit in einer Ristorante zu verbringen.
Brindisi ist nicht sehr prickelnd. Zum Tanken und für die
Motorinspektion okay, aber ansonsten muss man nicht unbedingt hier halt
machen.
Infos:
Pescara-Brindisi 213 Seemeilen, Reisedauer 29 Stunden 30 Minuten,
Durchschnittsgeschwindigkeit 7,2 Kt, 94,5 liter Diesel nachgetankt.
Marina Lega Navale: 23,50 Euro/Nacht für ein 42 feet Boot, Stadtmitte
auf der gegenüberliegenden Seite des engen Hafenbeckens, wo auch die
Tankstelle und einige Bootsanlegestellen sind.
Motorerstinspektion (50 Stunden) mit Öl und Filterwechsel bei
Volvo-Vertretung kostet 220.- Euro